Mehr Glasreiniger! Und ist Jura eigentlich wirklich so schwer?

„Juristen haben keine Freunde. Juristen haben Bücher.“.

So ein Artikel in „DIE ZEIT“.

Langsam mag mir das einleuchten.

Meine Mutter hat mir zu Weihnachten den seit Jahren erträumten und geplanten Urlaub in Wien geschenkt. Nur ein Wochenende. Photographieren, gucken. Kaffee trinken. Wiener Melange in live erleben.

Mein Freund – seines Zeichens Mediziner inmitten seiner Dissertation - reagierte schockiert.

Urlaub in den Semesterferien? Ein ganzes Wochenende?
Aber Schatz, du studierst Jura. Dafür hast du keine Zeit.

Hab ich nicht?

Himmel, er nimmt mein Studium ernster als ich.

Trotzdem, die ersten Prüfungen im Nacken (noch vier Wochen und das erste Semester ist vorbei, unglaublich!) und schon beinahe verzweifelt fange ich an all das zu glauben.

Gutachtenstil, Syllogismen, Rote Fäden.

Ich komme mir vor, als würde ich gerade die Zahlen von 7 bis 43 lernen und dann wieder die zwischen -107 und -2.

„Keine Sorge, im vierten, fünften Semester fängt alles an Sinn zu ergeben.“, so mein Tutor.
Na dann vielen Dank.

Und wie lernt man eigentlich aus 600 Seiten Büchern?

Ich, die ich mir vorher Karteikarten und Audiotracks angefertigt habe sehe mich plötzlich konfrontiert mich vielen, vielen Seiten die überhaupt nicht einsehen sich zusammenfassen zu lassen.


Juristen haben keine Freunde, Juristen haben Bücher.

Und große Rotweinflecken auf ihren beigefarbenen Teppichen, die ihre Farbe nach einer Behandlung mit Salz und Mineralwasser und letztendlich einer gehörigen Portion Glasreiniger von einem dunklen violett in ein waldiges grün verwandelt haben.




(Nachtrag vom 06. Januar, da myblog an dem Abend down war)

12.1.12 01:20

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